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Giftschlangen: Bothriechis schlegelii (30.07.2017 12:14:26)

Bothriechis schlegelii ist eine der bekanntesten Giftschlangen in Mittel- und Südamerika. Die Schlange lebt auf Sträuchern und Bäumen, wo sie vorwiegend nach kleinen Vögeln jagt.
 
Eyelash viperDer Name Bothriechis setzt sich aus den griechischen Begriffen bothros und echis zusammen. Bothros bedeutet "Grube" und "echis" viper. Die Schlange besitzt kleine Gruben im Gesicht, welche ihr erlauben, Infrarotstrahlung wahrzunehmen. Dadurch kann sie warmblütige Beutetiere besser lokalisieren. Selbst in völliger Dunkelheit würde die Schlange immer noch wissen, wo sich ein warmblütiges Beutetier befindet und ob es in Reichweite ist. 
Bothriechis ist in Mittel-und Südamerika verbreitet. Es gibt mehrere verschiedene Farbvariationen der Schlange. Das Gift der Schlange ist horchwirksam.
Der Biss der Schlange muss als potentiell lebensbedrohlich eingeschätzt werden. Das hochwirksame Gift von Bothriechis wirkt auf das Blut-und Gefäßsystem, hat aber auch einen neurotoxischen Charakter. Zudem greift es die Zellen der Muskulatur an und zerstört sie. Bisse gelten als äußerst schmerzhaft und führen zu hämorrhagischen Ödemen und zu Nekrosen. Die wichtigsten Komponenten im Gift der Schlange sind Metalloproteinasen, Bradykinin potenzierende Proteine und Phospholipasen A2.
Die Phospholipasen führen unter anderem zur Zerstörung der Zellen, indem sie die Zellmembran angreifen. Metalloproteinasen haben verschiedene Funktionen, von denen eine die Degradation der Extrazellulären Matrix und ist. Metalloproteinasen perphorieren unter anderem Blutgefäße und können auch fibrinolytische Eigenschaften haben. Das bedeutet, sie blockieren die Blutgerinnung. Durch das Zusammenwirken von Metalloproteasen und Phospholipasen kommen die Symptome zustande. Bradykinin potenzierende Proteine verursachen hingegen eine Erweiterung der Blutgefäße, was wiederum die Verteilung des Giftes im Zirkulationssystem erleichtert. Zudem führt die Erweiterung der Blutgefäße zu einem raschen Abfall des Blutdruckes, wodurch ein Schock ausgelöst werden kann. Das Gift nimmt also mehrere Wege gleichzeitig, um den Körper lahmzulegen.
Wenn man die Schlange mit einem gesunden Maß an Respekt behandelt und sich in ihren Lebensraum achtsam verhält, so dass man sie früh genug erkennt, geht von ihr keine Gefahr aus. Für die medizinische Behandlung des Bisses steht übrigens ein monovalentes Antiserum zur Verfügung.
 
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