Die biologische Aktivität verschiedener Gifte ist auch für die Medizin sehr interessant. Viele Schlangengifte unterbinden die Blutgerinnung. Die Komponenten solcher Hämotoxine können beispielsweise zum Auflösen von Blutgerinnseln verwendet werden. So wurde beispielsweise ein Medikament mit dem Namen Integrilin auf der strukturellen Basis von Disintegrinen im Gift von Klapperschlangen hergestellt. Integrilin wird zur Behandlung von Herzinfarkten eingesetzt. Die neurotoxischen Conotoxine aus dem Gift der Kegelschnecken scheinen vielversprechende potentielle Schmerzmittel zu sein. Eine Komponente aus dem Gift einer im Mittelmeer lebenden Qualle (Pelagia noctiluca) hemmt das Enzym Butyrylcholinesterase, welches eine wichtige Funktion bei der Entstehung von Alzheimer hat. Diese Komponente könnte somit eventuell in der Behandlung von Alzheimer eingesetzt werden. Verschiedene Zytotoxine, welche Zellen zerstören könnten eventuell in der Bekämpfung von Krebs eingesetzt werden. Dies ist nur eine sehr allgemein und knapp gehaltene Zusammenfassung. In der Gesamtheit aller tierischen Gifte liegt ein sehr großes Potential, die verschiedensten Krankheiten zu heilen.

Einen wirklich guten Einblick in diese Thematik verschafft das Buch: "Heilende Gifte" von Dietrich Mebs. ( Hier können Sie sich das Buch auf Amazon anschauen und wenn Sie möchten auch bestellen: http://amzn.to/29AseuM ) 

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